Einer Ihrer Kollegen will Ihnen Teile seiner Arbeit übertragen. Widerwillig nehme ich die Arbeit an und und behalte den Frust für mich. Ich bedaure und sage, dass mein Schreibtisch bereits überladen ist.
Ein Vorgesetzter will Ihnen einen Auftrag übertragen, den Sie in der geforderten Zeit nicht erledigen können. Ich teile ihm mit, wie zeitaufwendig diese Arbeit ist und biete ihm einen fairen Termin an. Ich akzeptiere sofort und mach in der nächsten Zeit eine Vielzahl an Überstunden.
Sie wollen an einem Verkaufsregal ein Produkt betrachten, es unterhalten sich aber zwei Personen direkt davor. Ich warte so lange, bis sie weggegangen sind und tue in der Zwischenzeit so, als würde ich mich für andere Dinge interessieren. Ich spreche die beiden an und bitte sie höflich, mich kurz an das Produkt heranzulassen.
Im Restaurant erhalten Sie statt der gewünschten kleinen eine große Cola. Ich lasse mir nichts anmerken und bezahle den Preis für die große Cola. Ich weise den Ober darauf hin, dass ich nur eine kleine Cola bestellt habe und zahle auch nur diesen Preis.
Jemand macht Ihnen ein unerwartetes und sehr nettes Kompliment. Ich bedanke mich und gebe bei nächster Gelegenheit ebenfalls ein Kompliment zurück. Es macht mich verlegen und ich kaufe es ihm auch nicht richtig ab.
Ihr Chef hat einen auffälligen Fleck auf der Rückseite seines Anzugs. Mit einem lächeln weise ich ihn darauf hin und scherze mit ihm darüber. Ich versuche krampfhaft darüber hinweg zu sehen und lasse mir nichts anmerken.
Die Zeugen Jehovas klingeln an Ihrer Wohnungstür. Ich mache die Tür nicht auf und vermeide jegliche Geräusche, bis sie endlich wieder weg sind. Ich öffne die Tür und schicke sie freundlich, aber bestimmt wieder fort oder führe eine kontroverse Diskussion mit ihnen.
Sie werden von einem Vorgesetzten äußerst unsanft für einen Fehler verantwortlich gemacht, den Sie gar nicht begangen haben. Ich sage ihm ruhig und entschlossen, dass ich dafür nicht verantwortlich bin. Ich bin erst einmal sprachlos und warte einige Tage, bis er sich wieder beruhigt hat, und kläre dann die Angelegenheit.
Vor einem Betriebsausflug wurden Zweierteams für die Gesellschaftsspiele ausgelost und Sie bilden ein Team mit einem Ihnen äußerst unsympathischen Kollegen. Ich sage den Betriebsausflug mit einer scheidenfadigen Begründung ab. Ich mache das beste daraus und amüsiere mich so gut es geht bei dem Betriebsausflug.
Sie sind auf einer Veranstaltung, auf der Sie niemanden kennen. Ich schaue mich um und suche das Gespräch mit einigen netten Menschen. Ich will mich nicht aufdrängen und warte darauf, bis mich jemand anspricht.
Sie erwarten im Büro einen Anruf, dem Sie trotz mehrmaliger Zusage mitteilen müssen, dass das Produkt leider doch nicht geliefert werden kann. Ohne viel nachzudenken erwarten Sie den Anruf und teilen dem Kunden mit Bedauern mit, dass Sie sich getäuscht haben. Ich geh in der Zeit von meinem Arbeitsplatz und beauftrage einen Praktikanten, den erwarteten Anruf entgegen zu nehmen, oder schreibe anschließend eine Mail.
Sie wollen etwas reklamieren, doch der Verkäufer weigert sich, Ihnen das Geld zurück zu geben. Ich beharre auf mein Recht und verlange den Geschäftsführer zu sprechen. Ich sehe ein, dass ich so nicht weiter komme und ziehe unverrichteter Dinge wieder weg.
Nach einem anstrengenden Tag sitzen Sie in einem voll besetzten Bus, in dem ein gebrechlicher Mensch einsteigt. Ich raffe mich selbstverständlich hoch und biete der Person meinen Platz an. Ich spreche den Fünfzehnjährigen neben mir an, dem Menschen Platz zu machen.
Eine Kollege verbreitet in der Firma Lügen über Sie. Ich ignoriere das Gerede und bin zuversichtlich, dass die anderen seine Lügen durchschauen. Ich spreche den Kollegen darauf an und teile ihm mit, dass er diese Lügen unterlassen soll.
Ihnen unterläuft bei der Arbeit ein Fehler. Ich versuche, den Fehler zu vertuschen oder erkläre es mit externen Ursachen. Ich stehe zu dem Fehler und hole mit wenn nötig Hilfe von anderen Kollegen.
Ein guter Bekannter bitte Sie, für ein Wochenende auf seinen Hund aufzupassen, obwohl Sie ansonsten Vierbeinern eher aus dem Weg gehen. Ich sage ihm, dass es mich zu stark belasten würde und versuche eine andere Lösung anzubieten. Obwohl es mir äußerst schwer fällt, lasse ich ihn nicht hängen und stimme zu.
Ein guter Freund übt scharfe Kritik an Ihnen. Ich denke sachlich eine Weile über die Kritik nach und nehme sie ggf. zum Anlass, etwas an mir zu verändern. Ich fühle mich verletzt und überlege, ob ich die Bekanntschaft eine Weile auf Eis legen sollte.
Jemand schuldet Ihnen seit längerer Zeit Geld, erzählt Ihnen aber gleichzeitig, welche Einkäufe er zuletzt getätigt hat. Ich bereue es zutiefst, dass ich dieser Person Geld geliehen habe, hoffe aber auf seine Einsicht. Ich nutze die Gelegenheit, ihn auf seine Schulden hinzuweisen und verlange zumindest erst einmal eine Teilzahlung.
Sie verreisen mit einem befreundeten Päärchen, denen erst im Hotel mitgeteilt wird, dass sie für ihr Kind doch einen Zuschlag zahlen müssen. Ich zahle natürlich nur den Preis, der für mich anfällt. Wenn die Freunde darauf bestehen, zahlen wir wie zuerst geplant zusammen und ich trage ein Drittel des Gesamtpreises.
Der Kfz-Meister hat den Fehler an Ihrem Auto nicht gefunden. Ich bestehe darauf, dass er mit mir eine Probefahrt macht, damit er mitbekommt, was ich meinte. Ich gehe davon aus, dass ich mich getäuscht habe und am Auto alles in Ordnung ist.