Wie antworten Sie in der Regel auf die Frage, wie es Ihnen geht? Gut, danke. Und wie geht es Ihnen? Danke der Nachfrage. Es muss, es muss. Ich erzähle ihm ganz ehrlich, wie es mir im Augenblick geht.
Wie reagieren Sie, wenn Sie jemand Fremdes auf der Straße anspricht? Ich freue mich einen neuen Menschen kennenzulernen. Ich fühle mich belästigt und versuche ihn abzuwimmeln. Ich überlege die ganze Zeit, wer das ist und was er von mir will.
Ihr Chef kommt mit der Bitte auf Sie zu, heute 3 Stunden länger zu bleiben, da die Firma wichtige Termine einhalten muss. Ich habe kaum eine andere Wahl, aber meine Familie wird es bestimmt nicht begrüßen, wenn ich später komme. Überstunden sind in solchen Fällen schon okay, aber ich bitte trotzdem um eine weitere kurze Pause. Das ist für mich gar kein Problem. Wenn es sein muss, sage ich für die gesamte Woche alle privaten Aktivitäten ab.
Ihnen wird ein Fehler nachgewiesen, den Sie auch tatsächlich begangen haben. Wie verhalten Sie sich? Ich gestehe den Fehler offen ein und versichere, dass ich mich bestmöglich bemühen werde, den Fehler wieder auszubügeln. Ich streite alles rigoros ab, da sonst mein Ansehen beschädigt würde. Mit hochrotem Kopf versuche ich eine Erklärung zu finden und mich da irgendwie herauszureden.
Der Abteilungsleiter schlägt zur Stärkung des Teamgeists eine Sportgruppe vor. Wie ist Ihre Reaktion? Ich nehme mir vor, hin und wieder daran teilzunehmen, mir aber meine Freizeit nicht völlig nehmen zu lassen. Noch mehr Zeit muss ich auf Kosten meiner Familie nicht unbedingt mit meinen Kollegen verbringen. Ich begrüße den Vorschlag, um damit meine Motivation für den Betrieb zu demonstrieren.
Sie bekommen durch Zufall mit, wie einer Ihrer Kollegen für eine Leistung gelobt wird, die eigentlich Sie erbracht haben. Ich mische mich sofort in das Gespräch ein und stelle alles klar, auch wenn mein Kollege damit bloßgestellt wird. Ich mische mich nicht ein, um niemanden in Verlegenheit zu bringen und mache mir Abends bei meinen Partner Luft. Bei der nächsten Gelegenheit nehme ich meinen Kollegen zur Seite und stelle ihn zur Rede, was das zu bedeuten hat.
Überraschend kommt ein großer Auftrag herein, so dass entweder Sie oder ein Kollege auf seinen Urlaub verzichten muss. Ich überlasse die Entscheidung meinem Vorgesetzten und füge mich meinem Schicksal. Ich biete mich freiwillig an, damit der Chef mitbekommt, dass die Firma immer vorgeht. Ich handle mit meinem Kollegen aus, wer am wenigsten Probleme bei einer Umbuchung hätte.
Ein Kollege teilt Ihnen in einem vertraulichen Gespräch mit, dass er sich gemobbt fühlt und Ihre Unterstützung braucht. Wir überlegen uns zusammen, mit welchen Intrigen wir es den anderen Kollegen heimzahlen können. Ich stehe meinem Kollegen bei, lehne mich aber nicht zu weit rein, um Schaden für mich gering zu halten. Ich halte mich aus dem Konflikt heraus, um mein Ansehen nicht zu schädigen. Er muss das Problem alleine lösen.
Sie interessieren sich für eine wichtige Fortbildung, die leider schon ausgebucht ist. Was tun Sie? Ich spreche mit jemanden, der schon angemeldet ist und erkläre ihm, dass ich schon länger vom Chef für den Kurs vorgesehen war. Da werd ich wohl nichts mehr machen können, außer mich kräftig zu ärgern. Ich bin selbst schuld und hätte mich früher anmelden sollen. Dafür reserviere ich jetzt vorbeugend den nächsten Kurs.
Nehmen Sie auf andere Menschen Rücksicht, wenn es darum geht zu gewinnen? Man sollte zumindest bedingt Rücksicht nehmen, zumal man ohne Teamplay nicht weit kommt. Das Wohl meiner Mitmenschen ist mir mindestens ebenso wichtig, wie mein eigenes. Das ist genau mein Motto, was mich letztendlich bis ganz nach oben bringen wird.