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Weiterbildung ist unerlässlich
Weiterbildung ist in unserer heutigen Berufswelt unerlässlich geworden. Jede berufliche und auch so manche private Veränderung kann eine solche Fortbildung notwendig machen, insbesondere in Branchen wie z.B. Software-Entwicklung oder unternehmensnahe Dienstleistungen und Berufen wie z.B. Management oder beratungsintensive Tätigkeiten. Da hilft auch kein hoher Bildungsabschluss, im Gegenteil: Je höher der formale Bildungsabschluss und je anspruchsvoller die Tätigkeit, desto rascher steigen die Anforderungen an die fachliche und soziale Kompetenz. Letztere ist umso wichtiger, desto mehr Führungsverantwortung, Kundenkontakte oder unklare Jobaufgaben Sie haben. Und schließlich wird es sich für Sie auch auszahlen, entweder mit einer Gehaltserhöhung oder indem Sie beruflich vorankommen - das gaben laut Studien zumindest zwei Drittel der Befragten an.
Formen des Lernens
Hat man sich zu einer Weiterbildung entschlossen und wurde sie von den Vorgesetzten bewilligt - insbes. große Unternehmen sind dazu bereit, obgleich die Konjunkturkrise die Weiterbildungsetats in vielen Unternehmen schrumpfen ließ - bleibt zunächst die Frage, für welche Form des Lernens sie greifen wollen. Das Spektrum reicht von Selbststudium über Vorträge bis zu Projektarbeit, wobei jede dieser Lernformen ihre Vor- und Nachteile hat. Es gilt abzuwägen zwischen Flexibilität und didaktischer Hilfestellung. Machen Sie sich bewusst, ob Sie genügend Selbstdisziplin aufbringen und ob Sie ohne den Austausch mit anderen Schülern auskommen können. Vor allem beim Training von Sozialkompetenz ist interaktives Lernen hingegen deutlich effektiver. Aber auch E-Learning wird immer populärer, ermöglicht doch die zeitnahe Interaktivität eine bessere Kontrolle der Lernfortschritte. |
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- Vollzeitmaßnahmen
- berufsbegleitende Teilzeitmaßnahmen
- Fernunterricht
- E-Learning
Lernen kostet Zeit
Als nächstes sollte überlegt werden, wie viel Zeit in die Weiterbildung investiert werden kann. Zwei Stunden die Woche sind dabei absolutes Minimum. Sträubt sich Ihr Vorgesetzter gegen die Bewilligung dieser “Arbeitsausfälle”, betonen Sie bei einem Mitarbeitergespräch den daraus entstehenden mittelfristigen Nutzen für das Unternehmen. Qualifizierte Mitarbeiter sind in der Regel produktiver und motivierter. Sollte dies nicht ihre erhoffte Wirkung erzielen, verweisen Sie darauf, dass in einigen Bundesländern ein Recht auf eine befristete Freistellung bei Weiterbildung existiert.
Bildung ist eine Investition
| Natürlich dürfen auch die finanziellen Lasten nicht außer Acht gelassen werden. Neben den direkten Lehrgangskosten müssen darüber hinaus die Ausgaben für Lehrmaterial, Prüfungen und eventuelle Fahrtkosten kalkuliert werden. Bei einer längerfristigen Weiterbildung sollte auf eine monatliche Zahlungsweise bestanden werden. Arbeitslose können dabei u.U. Fördermittel der Jobagentur beantragen, sofern die Maßnahme als förderungswürdig anerkannt wurde. Staatliche Zuschüsse gibt es außerdem für Arbeitnehmer nach dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz und dem Dritten Buch des Sozialgesetzbuches. Die Kosten können zudem steuerlich abgesetzt werden, wobei der Gesetzgeber zwischen Ausbildung und Fortbildung unterscheidet. |  Spaß am Lernen |
Anbieter von Weiterbildungsmaßnahmen
Zuletzt gilt es nur noch den passenden Anbieter auszuwählen. Der Markt ist mittlerweile sehr unübersichtlich geworden und wird auf mehr als 34.000 Anbieter geschätzt. Die gemeinnützigen Weiterbildungseinrichtungen gehören dabei zu den größten und bekanntesten Anbietern. Seriöse Anbieter erkennen Sie weniger an vermeintlichen Gütesiegeln, als vielmehr daran, dass sie auf Weiterbildungsmessen vertreten sind und kostenlos in Kurse hineinschnuppern lassen. Achten Sie in jedem Fall darauf, dass Kündigungs- und Rücktrittsrecht im Vertrag zufriedenstellend geregelt sind.
Beratung erhalten Sie bei weiteren Fragen von Arbeitsämtern, Berufsverbänden, Kammern und Volkshochschulen - auch freiberufliche Karriere- und Berufsberater können Ihnen (allerdings gegen ein Honorar) zur Seite stehen. | |
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