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Prüfen Sie das Anliegen
Jede erfahrene Führungskraft wird Ihnen bestätigen, dass Jasager sowohl im Berufsalltag als auch im Leben nicht weiter kommen. Um seine Ziele zu erreichen, muss man auch mal zielorientiert Nein sagen und sich freundlich aber bestimmt durchsetzen können. Wenn Sie also das nächste Mal wieder vor der Situation stehen, dass einer Ihrer Arbeitskollegen an Sie herantritt, um Ihnen Arbeit aufzubürden, prüfen Sie sein Anliegen zuerst in vier Schritten, bevor Sie zu ihm Ja oder Nein sagen.
- Warum kommt der Bittsteller ausgerechnet zu mir? Bin ich wirklich der Einzige, der helfen kann oder einfach nur das zurzeit 'wehrloseste Opfer'?
- Was kann der Bittsteller im Gegenzug für mich leisten? Bieten Sie ihm ein Tauschgeschäft an, das sich für beide Seiten auszahlt.
- Wenn der Bittsteller zu wenig zu bieten hat, was können Sie trotzdem aus der Aufgabe für sich selbst herausholen? Können Sie dem Vorstand kommunizieren, dass Sie für die erfolgreiche Erledigung der Aufgabe verantwortlich sind?
- Welchen Preis zahlen Sie für die geopferte Zeit? Bleiben dabei andere Aufgaben auf der Strecke?
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Setzen Sie sich durch
Gefallen Ihnen die Antworten auf diese Fragen nicht, kommen Sie auf den Bittsteller zurück und teilen ihm klar aber freundlich mit, dass Sie das Anliegen zurückweisen müssen. Freundlich bleiben Sie, wenn dem Bittsteller signalisiert wird, dass Sie das Anliegen reiflich geprüft haben und indem Sie ihm mit etwas Einfühlungsvermögen eine nachvollziehbare Erklärung liefern. Fangen Sie dabei jedoch keinesfalls an zu quengeln, sondern beharren Sie auch nach mehrmaligen Nachfragen auf Ihrem Standpunkt.
Übung macht den Meister
Sollte Ihnen das noch immer schwer fallen, fangen Sie wie immer klein an und steigern sich mit der Zeit. Beginnen Sie nicht gleich Ihr neues Selbstbewußtsein bei einem Ihrer Vorgesetzten auf die Probe zu stellen, sondern sagen Sie mal einem Ihrer Arbeitskollegen oder Freunden Nein. Beobachten Sie dabei die Reaktion auf Ihre Verneinung: Obwohl dem Bittsteller die Antwort nicht schmecken wird, ernsten Sie dennoch Respekt, der sich mittel- bis langfristig auszahlen wird. Haben Sie Ihre Bewährungsprobe bestanden, können Sie es auch irgendwann bei Ihrem Chef ausprobieren, obgleich es hier einer etwas anderen Herangehensweise bedarf. |  Von Arbeit erschlagen |
Von Arbeit erschlagen
Kommt ein Vorgesetzter fünf Minuten vor Feierabend mit einem Berg von Arbeit an, können Sie weder kategorisch Ja noch Nein sagen. Hier ist höchstes diplomatisches Geschick von Nöten, indem Sie eingeschränkt Ja sagen und ihn auf Prioritäten festlegen. Fragen Sie Ihren Chef, welche Aufgaben unbedingt noch heute und welche im Notfall auch die kommenden Tage erledigt werden können. Trauen Sie sich ruhig auch ihm eine Gegenleistung vorzuschlagen, dass Sie im Gegenzug zum Beispiel am nächsten Tag früher gehen können. | |
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